http://www.n24.de/news/newsitem_7729152.html
...Der Todesschütze aus der Arztpraxis in der Pfalz war nach Erkenntnissen der Ermittler psychisch krank. Der 78-jährige Rentner, der in Weilerbach zwei Ärzte in ihrer Praxis erschoss und sich danach das Leben nahm, litt offenbar unter Verfolgswahn, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Bleh in Kaiserslautern. Er hatte zuvor Nachbarn beschuldigt, "ihn durch Geräte zu bestrahlen". In seinem Haus hortete er den Angaben zufolge Waffen und sicherte das Gebäude mit einer Stromfalle vor Eindringlingen. ...
...Zudem beschlagnahmte die Polizei neun Waffen, sechs Langwaffen und drei Pistolen. Einen Waffenschein oder Besitzkarten hatte der Mann nach Angaben der Ermittler nicht. Strafrechtlich sei er bisher nicht in Erscheinung getreten. ...
...Nachbarn beschrieben den Mann als "schwierig und zunehmend verwirrt". Es sei mehrfach zu Streitigkeiten wegen Kleinigkeiten gekommen, etwa wegen einer Hecke im Garten. Der Mann habe auch behauptet, seine Nachbarn attackierten ihn mit Strahlen, deshalb habe er Herzrasen und Schweißausbrüche - und könne nicht mehr in seinem Haus wohnen, berichtete Oberstaatsanwalt Hans Bachmann. Mehrmals musste deshalb die Polizei anrücken, zuletzt im Februar.
Laut Staatsanwaltschaft litt der Rentner möglicherweise unter einer wahnhaften Persönlichkeitsstörung. Den Verdacht hätten auch die Polizisten gehabt und deshalb den sozial-psychologischen Dienst eingeschaltet. Es soll auch Hausbesuche gegeben haben. Die Nacht vor der Tat soll der 78-Jährige in einem Hotel verbracht haben. Der "unvorstellbare Gewaltausbruch" sei aber nicht vorhersehbar gewesen ....
Es gibt noch viele dieser "tickenden Zeitbomben", demnach ist Aufklärung (Vorfeld) die einzig präventive Maßnahme, damit sich solch ein Vorfall nicht wiederholt.
Es grüßt der Realist.
